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39 Millionen Euro für Hochwasserschutz im Dresdner Westen

Die Dresdner Ortsteile Kemnitz, Stetzsch, Gohlis und Cossebaude sind endlich vor Hochwasser geschützt. Im August 2017 konnte eine der größten öffentlichen Hochwasserschutzanlagen für die Landeshauptstadt Dresden fertiggestellt werden. Sie besteht aus erhöhten und neu errichteten Deichen, einer neuen Hochwasserschutzwand, Sielen sowie aus Pumpschächten, Brunnen und zwei größeren Pumpwerken zur Binnenentwässerung. Die Finanzierung der 39 Millionen Euro Gesamtkosten erfolgte zu 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 25 Prozent kamen vom Freistaat Sachsen.

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(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen)

Hochwasserschutz für die Dresdner Ortsteile Kemnitz, Stetzsch, Gohlis und Cossebaude für 39 Millionen Euro, zu 75% von der EU gefördert

Hochwasserschutz für die Dresdner Ortsteile Kemnitz, Stetzsch, Gohlis und Cossebaude für 39 Millionen Euro, zu 75% von der EU gefördert
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(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen)

Hochwasserschutz für die Dresdner Ortsteile Kemnitz, Stetzsch, Gohlis und Cossebaude für 39 Millionen Euro, zu 75% von der EU gefördert

Hochwasserschutz für die Dresdner Ortsteile Kemnitz, Stetzsch, Gohlis und Cossebaude für 39 Millionen Euro, zu 75% von der EU gefördert

Nach einer langjährigen Planungs- und Genehmigungsphase konnte Ende 2010 mit dem Bau des Deiches in Dresden-Kemnitz begonnen werden. In den folgenden zwei Jahren wurde der Elbdeich zwischen den Ortsteilen Stetzsch und Gohlis erhöht und verbreitert. In Gohlis entstand eine Hochwasserschutzwand mit zwei öffentlichen Durchfahrten zur Elbe sowie fünf kleineren, nicht öffentlichen Durchgängen, die bei Hochwasser mit mobilen Elementen verschlossen werden. Auf der Landseite der Hochwasserschutzwand verlaufen im Untergrund technische Anlagen zur Binnenentwässerung, die bei Hochwasser das aufsteigende Grundwasser sammeln und zu mehreren Pumpwerken führen. Von dort wird das Wasser mit Pumpen in Richtung Elbe gefördert.

Im Abschnitt zwischen Gohlis und Cossebaude schließt ein 1,5 Kilometer langer, neuer Deich an die Hochwasserschutzwand in Gohlis an. Er reicht bis zum Ringdamm des Unteren Speicherbeckens des Pumpspeicherwerkes Niederwartha. Der Elberadweg führt nun durch eine barrierefrei ausgeführte Deichscharte, die bei Hochwasser ebenfalls mit mobilen Elementen verschlossen wird.

Sachsen hat seit dem Jahr 2002 rund 2,6 Milliarden Euro in den vorbeugenden Hochwasserschutz sowie in die Schadensbeseitigung an Gewässern investiert. Bis zum Jahr 2023 sind weitere 630 Millionen Euro dafür vorgesehen. Von der Europäischen Union kommt dafür Unterstützung: Der EFRE steuert im Förderzeitraum 2014 bis 2020 rund 134 Millionen Euro für Hochwasserprävention in Sachsen bei, 2007 bis 2013 waren es bereits rund 295 Millionen Euro.

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