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Alte Aktienspinnerei – Energieeffizient sanieren

Im Rahmen des Energie- und Klimaprogramms Sachsen 2012 will Sachsen den CO2-Ausstoß innerhalb von zehn Jahren um 25 Prozent reduzieren. Energieeffiziente Baumaßnahmen helfen, dieses Ziel zu erreichen. Es gibt viele sanierungsbedürftige Bestandsgebäude im Eigentum des Freistaates. Wenn man sie saniert, trägt das zum Erreichen des Klimaschutzziels bei.

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Aufsetzen der Stahlskelettdachkonstruktion
(© SIB)

Aufsetzen der Stahlskelettdachkonstruktion

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Blick auf die Baustelle für das Depot im Mittelbau
(© SIB)

Blick auf die Baustelle für das Depot im Mittelbau

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Blick auf die Gewölbe im 2. OG
(© SIB)

Blick auf die Gewölbe im 2. OG

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Neue Dachkonstruktion aus Stahlträgern
(© SIB)

Neue Dachkonstruktion aus Stahlträgern

Förderkriterien für Bestandssanierungen

Es können energetische Maßnahmen gefördert werden, aber auch Energieeffizienzmaßnahmen an Gebäuden und Anlagen zur Energieerzeugung, -umwandlung und -verteilung im Gebäude. Maßnahmen zum Einsatz regenerativer Energien sind ebenfalls förderfähig. Neubauten erhalten jedoch nur öffentliche Mittel, wenn es innovative Modell- und Pilotvorhaben sind. Um gefördert zu werden, müssen die Maßnahmen die gesetzlichen Energieeffizienzstandards überschreiten.

Alte Aktienspinnerei Chemnitz wird neue Uni-Bibliothek der TU Chemnitz

Die Alte Aktienspinnerei Chemnitz wurde ab 1857 errichtet und galt einst als größte Spinnerei Sachsens mit etwa 60.000 Spindeln. Nachdem die Produktion Jahrzehnte später verlagert wurde, geriet das Gebäude 1905 in städtische Hand. Es wurde nie wieder seinem ursprünglichen Zweck gemäß genutzt. Unter anderem diente es als Unterkunft für Opfer des zweiten Weltkrieges und später als Kaufhaus »Glück auf«. Nach den Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude wieder behelfsmäßig repariert und beherbergte bis 2004 die Stadtbibliothek und die Neue Sächsische Galerie.

Aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Böttcher-Bau und damit zum Innenstadtcampus der TU Chemnitz bot sich an, hier eine neue Zentrale Universitätsbibliothek einzurichten. Im Rahmen der Gesamtsanierung wird die Fassade inklusive Fenster, Türen, Dach und Dämmung auf höchstem Energieeffizienzstandard erneuert. Darüber hinaus erhält das Gebäude Heizungs- und Klimatechnik sowie Beleuchtungsanlagen und Gebäudeautomation auf überdurchschnittlich hohem energetischem Niveau. Die geltenden Referenzwerte werden nach der Sanierung um mehr als 30 Prozent unterschritten.

Die Fertigstellung der Zentralen Universitätsbibliothek ist für das Jahr 2019 geplant. Sie wird dann neben Universitätsangehörigen jedem wissenschaftlich interessierten Leser täglich 24 Stunden zur Verfügung stehen.

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